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Trotz vielleicht schlechter Erfahrungen – Aktien lohnen sich langfristig

CoronaBild: iStock/wildpixel

Viele konservative deutsche Sparer wendeten sich nach erlittenen Verlusten, wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase im März 2000, wozu in Deutschland der „neue Markt“ zählte, dauerhaft von Aktien ab. Zu Recht?

Späteinsteiger in Aktien erlitten zu Zeiten der New Economy besonders hohe Verluste und trennten sich von Ihren Anteilen in dem Bewusstsein, nie wieder dieses „Spielkasino“ zu betreten.

Auf der anderen Seite haben langjährige angelsächsische Investoren  mit hohen Aktienanteilen ihr Vermögen nachhaltig gesteigert. Der Glaube an die gewinnorientierte kapitalistische Unternehmensphilosophie war das Fundament für deren Anlageerfolg mit Aktien.

Betrachten wir einige Einflussfaktoren bei der Anlage in Aktien:

1) Mit einer möglichst breiten Streuung durch eine Vielzahl von Aktientiteln lässt sich das Risiko möglicher Verluste senken, ohne eine Minderung der Ertragschancen hinnehmen zu müssen. Diese Erkenntnis der Portfoliotheorie basiert auf einer Arbeit aus 1952 von Harry M. Markowitz, wofür er 1990 mit dem Wirtschaftsnobelpreis geehrt wurde.

2) Mit dem Kauf einer Aktie beteiligt man sich am Unternehmen. Waren früher Unternehmen mit hohem Sachkapital, wie Exxon oder General Electric, zeitweise nach Marktkapitalisierung die teuersten Unternehmen der Welt, finden sich heute überwiegend unter den teuersten börsennotierten Unternehmen der Welt diese, die über Daten, Technologien und Patente, also geistiges Eigentum, verfügen. Zu diesen Unternehmen zählen u.a. Microsoft, Apple, Amazon, Alphabet und Facebook.

3) Die Rezessionssorgen infolge der Corona-Pandemie sind berechtigt, jedoch kein Grund, auf die Anlageklasse Aktien zu verzichten. Zu den Unternehmen, die trotz dieser konjunkturellen Abschwung-Phase gute Ergebnisse erwirtschaften, gehören beispielsweise Unternehmen aus Pharma-, Gesundheits-, Nahrungsmittel- und Technologiebranchen.

4) Keine Anlage ist alternativlos, jedoch sind die jeweiligen Anlageklassen für Investoren mehr oder weniger aussichtsreich. Die derzeitige Liquiditätsflut und Anleihekäufe der Zentralbanken haben festverzinsliche Anleihen extrem verteuert, was dazu geführt hat, dass z.B. sichere deutsche Bundesanleihen, selbst dreißigjährige, derzeit eine negative Verzinsung aufweisen. Bieten konjunkturresistente Aktien Dividendenrenditen von ca. drei Prozent, sind diese die besseren Anleihen mit zusätzlichem Potential für Kursgewinne.

5) Die weltweit bestehende extreme Staatsverschuldung wird durch neue schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme auf neue Höhen getrieben. Im ungünstigen Fall drohen zum Schuldenabbau u.a. Vermögenssteuern, Inflation, Geldentwertung und eine Währungsreform. Während für nominelle Geldwerte wie Anleihen hohe Verluste drohen, können gut aufgestellte börsennotierte Unternehmen dies durch Anpassung überstehen und ihre Aktionäre vor Kapitalverlusten schützen.

Ich rate zu einer breiten weltweiten Streuung in Aktien in führenden Unternehmen. Bei der Strukturierung nach Ihrem individuellen Risikoprofil bietet Ihnen die ICFB GmbH als Vermögensverwalter professionelle Beratung.